Stillen fördern

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 06/2026
Für eine gelingende Stillbeziehung spielt das erfolgreiche und korrekte Anlegen des Babys eine große Rolle. Mutter und Kind benötigen eine bequeme und sichere Position, in der sie auch für längere Zeit verbleiben können. Eine gute Stillposition ermöglicht dem Baby, Mamille und Brustgewebe korrekt zu erfassen und effektiv zu saugen. Durch korrektes Anlegen wird ein guter Milchfluss gefördert und eine ausreichende Milchproduktion gewährleistet.
Stillbeginn und Gesamtstilldauer werden durch gutes Anlegen und Positionieren positiv beeinflusst und legen einen wichtigen Grundstein für die Still-Selbstwirksamkeit (Breastfeeding-Self-Efficacy) der Mütter.
Als Fachpersonen kommt uns bei der Anleitung der Stillpositionen eine wichtige Aufgabe zu. Einerseits braucht es Anleitung und Vorbilder, andererseits ist es unser Ziel, dass das Mutter-Kind-Paar seine natürlichen Reflexe und Instinkte entfalten und darauf vertrauen kann.


Intuitives Stillen ist die logische Folge des direkten ununterbrochenen Hautkontakts während der ersten Stunden nach der Geburt, in denen das Baby selbst zur Brust findet (lesen Sie dazu auch unsere Fachseite → Bonding und Self-Attachment). Sie ist die hilfreichste Stillposition für die ersten Tage und Wochen, sowohl in der Klinik als auch Zuhause.
Angeborene mütterliche und kindliche Intuition und Reflexe werden in dieser Position vermehrt aktiviert. So wie beim ersten Stillen direkt nach der Geburt kann das Baby die Brust selbst finden, andocken und saugen.
Intuitives Stillen senkt deutlich das Risiko für Wunde Mamillen in den ersten Tagen, wie in der Zwischenzeit auch durch Studien nachgewiesen werden konnte.
Bei zu viel Milch und einem starkem Milchspendereflex der Mutter kann das Intuitive Stillen über die ersten Wochen hinaus weiterhin Entlastung bieten, da die Schwerkraft hier dem Baby die Kontrolle über den starken Milchfluss erleichtert. Ebenso bietet sich diese Position für die langen Clusterfeeding-Phasen an und ist ein wichtiges Hilfsmittel in der Stillberatung bei unruhigen Babys, die sich schlecht anlegen lassen, sowie bei schwierigen Stillsituationen, z.B. Frühgeborenen, Late Preterm Babys, hypotone Kinder (Down-Syndrom) sowie bei kranken Kindern (z.B. Herzerkrankungen, Atemproblemen, LKG) (Walker 2023:293).
Lesen Sie dazu unseren Artikel in der Rubrik "Neues aus der Forschung":


Allgemein sollte hier beachtet werden:
(Lauwers et al., 2027, Walker 2023; Lawrence & Lawrence, 2022)
Die typische Wiegehaltung, die man oft auf Plakaten oder in Zeitschriften als "normale Stillposition" sieht, ist für den Stillbeginn ungünstig. Sie führt häufiger zu wunden Mamillen und ist für unerfahrene Mutter-Kind-Paare die fehleranfälligste Position.
Deutlich günstiger sind die modizierte Wiegenhaltung oder "Frühchenhaltung" und die Rückenhaltung. Außerdem benötigen Frauen auch Anleitung zum Stillen im Liegen, das besonders für das nächtliche Stillen relevant ist.




Lesen Sie dazu mehr auf unserer Fachseite → sicherer Babyschlaf
Kinder mit einem schlaffen Muskeltonuns, unzureichender Zungenbeweglichkeit, Saugschwäche, Herzfehler oder Gaumenspalten können beim Stillen durch den sogenannten DanCerHold (entwickelt von Sarah Coulter Danner und Prof. Edwards R. Cerutti) unterstützt werden.
Diese Positionierung ermöglicht es dem Baby, den Kopf, das Kinn und den Kiefer in der richtigen Lage zu halten, damit es seine Kräfte auf das Saugen konzentrieren und die Milch besser in den Mund fließen kann.
Dabei sitzt der Säugling im "Hoppe-Reiter-Sitz" auf dem Schoß der Mutter. Die Brust wird von unten im C-Griff gehalten, der freie Zeigefinger bildet mit dem Daumen ein “U“. Der untere Teil der Hand stützt das Kinn des saugenden Babys (das Kinn liegt auf der Verbindung zwischen Zeigefinger und Daumen auf), Daumen und Zeigefinger liegen seitlich an den Wangen auf und stützen diese.



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